„Rufmord“- Urteil: Google muss Suchinhalte nicht vorab prüfen

Heute hat der BGH entschieden, dass der Anbieter einer Internet-Suchmaschine (hier: Google) nicht verpflichtet ist, sich vor der Anzeige eines Suchergebnisses zu vergewissern, ob die von den Algorithmen aufgefundenen Inhalte Persönlichkeitsrechtsverletzungen beinhalten. Der Suchmaschinenbetreiber muss erst dann reagieren, wenn er durch einen konkreten Hinweis von einer offensichtlichen und klar erkennbaren Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts Kenntnis erlangt.

Bundegerichtshof, Urteil vom 27. Februar 2018 – VI ZR 489/16

Zahl der Verkehrsunfälle steigt auf Höchststand, etwas weniger Verkehrstote

Bedenkliche Entwicklung: Laut Statistischem Bundesamt ist zwar die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Personen im letzten Jahr leicht gesunken, aber immer nocch viel zu hoch. Vor allem der Umstand aber, dass die Zahl der Unfälle insgesamt weiter ansteigt, sollte zu dringenden Maßnahmen in der Verkehrspolitik veranlassen.

Es starben Medienberichten zufolge 29 Menschen weniger im Straßenverkehr als 2016, wobei vor allem die Zahl getöteter Autofahrer zurückging, die der Roller- und Motorradfahrer jedoch sogar angestiegen ist. 388.200 Menschen wurden 2017 auf Deutschlands Straßen verletzt.

Von echten Erfolgen auf dem Weg zur Reduzierung der Risiken im Straßenverkehr oder der Opferzahlen kann also keine Rede sein. Zwar handelt es sich offensichtlich um den niedrigsten Stand an Verkehrstoten seit 60 Jahren, aber die Gesamtzahl der Unfälle erreichte unterdessen einen neuen Höchststan. Polizeilich aufgenommen wurden ca. 2,6 Millionen Unfälle, eine Steigerung um 2 % im Vergleich zum Vorjahr. Bei 2,3 Millionen Unfällen entstand lediglich Sachschaden, bei 301.200 Unfällen wurden Menschen verletzt oder getötet.

www.spiegel.de/auto/aktuell/deutschland-2017-kamen-3177-menschen-bei-verkehrsunfaellen-um

BVerwG aktuell – Fahrverbote für Dieselfahrzeuge grundsätzlich möglich

Mit zwei Urteilen hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute Sprungrevisionen der Länder Nordrhein-Westfalen (BVerwG 7 C 26.16) und Baden-Württemberg (BVerwG 7 C 30.17) gegen erstinstanzliche Gerichtsentscheidungen zur Fortschreibung der Luftreinhaltepläne durch Dieselfahrverbote für Düsseldorf und Stuttgart überwiegend zurückgewiesen.

Allerdings sind bei der Prüfung von Verkehrsverboten für Diesel-Kraftfahrzeuge gerichtliche Maßgaben insbesondere zur Wahrung der Verhältnismäßigkeit zu beachten.

https://www.bverwg.de/aktuelles