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Flugvermittler muss Zusatzkosten angeben und darf keine Gebühren für Kreditkartenzahlung verlangen

OLG Dresden, 11.02.2020, 14 U 1885/19: ein Online-Vermittlungsportal muss auf seiner Internetseite bei Flugreisen auch Zusatzkosten angeben, die etwa für die Aufgabe von Gepäck verlangt werden. Außerdem darf sich der bei Buchungsbeginn angezeigte Flugpreis nicht bei Zahlung mit einer gängigen Kreditkarte um eine Servicegebühr erhöhen.

Das Urteil hat der Verbraucherzentrale Bundesverband erstritten. Gegner war die travel24.com AG. Das OLG Dresden hat gegen den Vermittler entschieden, da dieser auf seinem Portal gegen die Luftverkehrsdienste-Verordnung der Europäischen Union verstoßen habe. Nach der Verordnung müssen bei Buchungsbeginn auch alle Kosten für wählbare Zusatzleistungen angegeben sein. Sonst ist ein sinnvoller Preisvergleich nicht möglich.

Quelle: juris.de